Interview mit Zwerg Seppel Neues Model der Zwergenbude
Zwergenbude: Seppel, Sie sind in Ihrem Leben ja schon viel herumgekommen. Was haben Sie vor Ihrer Modelkarriere bei der Zwergenbude so alles gemacht?
Seppel: Ach... Gelernt habe ich eigentlich Gartenzwerg, Fachrichtung Aussenanlagen, aber das ist mir irgendwann einfach zu langweilig geworden. Dieser Beruf ist völlig veraltert, es gibt kaum Karrieremöglichkeiten, und die Routine bringt einen fast um.
Zwergenbude: Und wie haben Sie die Routine überwältigt?
Seppel: In einer Zeitung habe ich zufällig einen Artikel über den spannenden Job eines Piloten gelesen, da wußte ich: Das ist es! Ich bin sofort los, und habe mich bei Zwergen-Airways beworben.

Zwergenbude: Und da haben Sie dann die Ausbildung zum Piloten gemacht?
Seppel: Ja, es war eine spannende Zeit, der Beruf des Piloten ist anspruchsvoll und teilweise auch gefährlich! Aber man sieht viel von der Welt, wenn auch nur von oben...
Zwergenbude: Gefährlich sagen Sie? Ist das der Grund, warum Sie die Pilotenmütze schließlich an den Nagel gehangen haben?
Seppel: Ja, irgendwie schon. Nach den ganzen Jahren der Routine in meinem ersten Job, hatte ich als Pilot dann einfach zu viel um die Ohren, ich war dem ganzen Streß irgendwann nicht mehr gewachsen...
Zwergenbude: Bereuen Sie Ihre Entscheidung, den Beruf gewechselt zu haben?
Seppel: Nein. Die Erfahrung als Pilot tätig gewesen zu sein, war überwältigend für mich. Ich habe viel gelernt, und würde mich auch immer wieder so entscheiden! Zwergenbude: Nachdem der Streß also zu viel wurde haben Sie sich eine Auszeit genommen?
Seppel: Ja, ich habe meinen Rucksack gepackt und bin einige Jahre um die Welt getingelt.
Zwergenbude: Einfach so? Seppel: (lacht) Einfach so. Ich habe mich in dieser Zeit mit Aushilfsjobs über Wasser gehalten. Dadurch bin ich vielen tollen Menschen und Zwergen begegnet.
Zwergenbude: Wie kann man sich denn ihre Aushilfsjobs vorstellen?
Seppel: Nun, ich habe zum Beispiel in einem Kaufhaus als Weihnachtsmann gearbeitet, oder als Ranger auf einer Farm ausgeholfen. Einmal habe ich mich auch als Aushilfskoch versucht, aber daß war nicht so gut...

Zwergenbude: Sie können nicht kochen?
Seppel: (schüttelt den Kopf) Überhaupt nicht! Gottseidank waren die Leute in dem Restaurant sehr nett, und hatten Verständnis für einen Zwerg wie mich.
Zwergenbude: Das klingt alles sehr spannend, aber wie sind Sie nun zum modeln gekommen?
Seppel: (lacht wieder) Wie die Jungfrau zum Kinde! Ein Modelscout hat mich in New York auf dem Times Square angesprochen. Es war gerade New York Fashion Week, ich wußte das gar nicht, und hatte auch sonst von der Modewelt keinen blassen Schimmer.
Zwergenbude: Wie aufregend!
Seppel: Das können Sie laut sagen! Ich bin sofort bei mehreren Runway-Shows gelaufen, und habe danach eine Menge Aufträge für Photoshoots bekommen.

Zwergenbude: Waren Sie nicht sogar mal das Gesicht der Zwergamani-Kampagne?
Seppel: In der Tat.
Zwergenbude: Wie kommt es, daß Sie nach diesem Jet-Set-Modelleben jetzt in der Zwergenbude arbeiten?
Seppel: Auch ein Zwerg wie ich wird einmal älter. Nach Jahren auf den Laufstegen in New York, Paris oder Mailand ist man einfach ausgelaugt. Hier bei Ihnen in der Zwergenbude kann ich nun meinen Lebensabend genießen. Dadurch, daß ich verschiedene Artikel, wie Hüllen für Mutterpässe oder U-Hefte, Lätzchen oder Taschen präsentieren kann, wird es auch nie langweilig! Und ich bin ja nun auch seit Kurzem an der Entwicklung verschiedener neuer Produkte, wie Halstücher und Kindergartentaschen beteiligt.
Zwergenbude: Danke, für das Lob. Auch ich bin froh, ein Model wie Sie gefunden zu haben, daß auch noch kreativen Einsatz zeigt!
Seppel: (wird rot) Danke.
Zwergenbude: Ich danke für Ihren Einsatz und das Gespräch.
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